Roboter leisten wichtigen Beitrag zur Nachhaltigkeit von Wäschereien

Nachdem sich die Wäschereien seit Generationen auf die Optimierung der Einnahmen konzentrierten, haben sie sich in den letzten Jahren vermehrt auf die allgemeine Nachhaltigkeit ihrer Produktion ausgerichtet. Heute sind das Wohlergehen der Mitarbeiter und die Sorge um die Umwelt vielerorts ganz im Einklang mit dem Wunsch nach höheren Einnahmen.

Das ODIN-Röntgengerät scannt jedes Kleidungsstück automatisch auf Fremdkörper wie Stifte, Scheren, Lippenstifte oder Ähnliches.

Diese Entwicklung ist auch bei Inwatec zu beobachten, wo der CEO Mads Andresen seit 10 Jahren weltweit Wäschereien aller Art besucht, um deren Herausforderungen zu identifizieren.

“Die Wäschereien waren schon immer daran interessiert, wie Roboter, Automatisierungslösungen und künstliche Intelligenz ihre Effizienz und damit die Wirtschaftlichkeit verbessern können. Aber der Trend, nachhaltig zu denken, wird jetzt ernsthaft reflektiert. Heute geht es auch darum, gute Bedingungen für die Mitarbeiter zu schaffen und die Umwelt zu schützen”, sagt Mads Andresen.

Weniger Waschgänge senken den Ressourcenverbrauch und die Umweltbelastung
Während sich Roboter ideal für die vielen einseitigen Bewegungen und die schwere, schmutzige Arbeit bei der Sortierung eignen, kann die Technologie den Wäschereien auch helfen, fehlerhaftes Waschen aufgrund falscher Sortierung oder versteckter Fremdelemente in den Taschen der Kleidungsstücke zu vermeiden.

Solche Tintenflecken werden durch die Verwendung des ODIN-Röntgensystems verhindert.

Dieses Argument fiel besonders bei Victor Vask in Dänemark ins Gewicht. Der Geschäftsführer Kenn Ivan Kjellberg hat daher in eine Röntgenlösung investiert, um beschädigte Kleidungsstücke zu vermeiden.

“Unsere Investitionen erfolgen in erster Linie aus wirtschaftlichen und arbeitsrechtlichen Gründen. Aber es gibt auch einen Umweltaspekt, denn das Röntgengerät kann uns davor bewahren, 100 Kilo beschädigte Kleidung wegzuwerfen, wenn wir Stifte in den Wäschereimaschinen vermeiden. Und dieser Teil ist uns ebenso wichtig”, betont Kenn Ivan Kjellberg.

Die gleiche Schlussfolgerung wurde in Norwegen gezogen, wo sich der führende Wäschereibetreiber Nor Tekstil auf die Technik zur Sicherung der Nachhaltigkeit konzentriert hat.

“Neben dem Fakt, dass wir körperlich anstrengende Arbeitsabläufe für unsere Mitarbeiter verringern, spielt die Umweltkomponente eine gravierende Rolle. Mit der Reduzierung von Fehlwaschgängen sind die Textilien erstaunlich lange gut verwendbar. Die Baumwollproduktion wirkt sich stark auf das Wirtschaften aus. Dementsprechend ist es wichtig die Kleidungen bis zur maximalen Abnutzung zu verwenden anstatt sie wegen eines übersehenden Stifts mit 80 kg neuen Textilien ersetzen zu müssen,” erläutert Ove Belsvik, CEO bei Nor Tekstil.

Der Einsatz von Technologie erhöht die Qualität der Sortierung
Während die Röntgenlösung bei der Erkennung unerwünschter Gegenstände vor der Reinigung hilft, sorgt die automatische Sortierung mit RFID-Scannern dafür, dass jedes einzelne Kleidungsstück korrekt gewaschen wird.

ALSCO Padova, eine Wäscherei für die die Rückverfolgung der Kleidungsstücke während des gesamten Waschprozesses notwendig ist, profitiert von Inwatec’s automatischen Sortiersystem. Auf diese Weise kann ALSCO ohne ein Risiko durch Bedienerfehlern täglich 20.000 Kleidungsstücke in vielen verschiedenen Waschprogrammen handhaben und sortieren.

Die automatische Sortierung ermöglicht eine höhere Anzahl von Sortierkategorien mit weniger Fehlern.

“Wir sortieren die Kleidung in einer Anlage mit 24 Silos und verwenden derzeit 14 Waschprogramme für farbige Kleidung sowie sechs Waschprogrammen für weiße Kleidung. Mit unserem neuen System, in dem die Kleidung automatisch mit RFID-Chips sortiert wird, stellen wir sicher, dass die Kleidung die richtige Behandlung erhält, die der jeweilige Kunde verlangt”, erklärt Produktionsleiter Marco De Grandis.

Auch die Wäscherei Fornet in Nantong, China, hat ähnliche Ansprüche, da auch dort verschiedene Arten von Kleidung verarbeitet werden.

“Es ist eine interessante Herausforderung, wenn wir mit so vielen verschiedenen Arten von Kleidung umgehen müssen. Wir haben über 30.000 verschiedene Kleidungsstücke in der Datenbank, und wir haben sie mit unterschiedlicher Sortierlogik abgebildet, so dass wir die Artikel für die chemische Reinigung trennen und die richtigen Farben und Textilarten in die passenden Waschmaschinen ordnen”, erklärt Lei Pai, Manager bei Fornet.

Schnellerer Zugang zu neuen Technologien
Der verstärkte Fokus auf Nachhaltigkeit hat es den Unternehmen auch erleichtert, die Technologie in ihre Produktionspläne einzubeziehen. Mehrere Wäschereibetriebe haben schrittweise neue Technologien eingeführt, um zügig zu beginnen und die Voraussetzungen in der Praxis zu testen.

Ein THOR-Roboterseparierer kann jederzeit als Erweiterung zu einem freistehenden ODIN-Röntgenscanner hinzugefügt werden, um die Handhabung von verschmutzten Textilien vollständig zu automatisieren.

“Unsere Lösungen sind modular, d.h. die Wäschereien können mit einem freistehenden Röntgengerät beginnen und dann die Sortierung, die Skalierung mit mehreren Linien oder was auch immer benötigt wird, hinzufügen. Die Wäschereien können schnell handeln, und das passt gut zum heutigen Markt”, sagt Mads Andresen, der auf das Interesse an den Lösungen von Inwatec aus der ganzen Welt trifft.

“Die Industrie war traditionell recht zögerlich bei der Anwendung neuer Technologien, aber heute spüren wir, dass ein großer Wunsch zum Handeln besteht. Es gibt globale Herausforderungen bei der Suche nach Arbeitskräften, die ökologischen Folgen sind für uns alle spürbar und schließlich wollen die Unternehmen auch Geld verdienen. Diese Gleichung ist ohne Automatisierung schwer zu lösen”, schließt der Inwatec-Gründer.


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