Die Zukunft rückt ein Stück näher nach Whangarei

Die Zukunft der industriellen Wäscherei hängt von Robotern und Automatisierung ab, und schließlich werden alle Akteure auf dem Markt in diese Richtung gehen müssen. So lautet die Prognose von Steve Baker, General Manager von Apparelmaster, Whangarei aus der gleichnamigen neuseeländischen Stadt.

“Wir müssen an ein Geschäftsmodell denken, das die Investitionen unterstützt, aber ich bin sicher, dass die nächsten wichtigen Schritte in unserem Geschäft darin bestehen, die physische Arbeit zu reduzieren und die interne Logistik in den industriellen Wäschereien zu automatisieren. Den ganzen Tag über Behälter und Wagen durch die Gegend zu schieben und Wäschestapel von einem Ort zum anderen zu transportieren, ist keine effiziente Arbeit für das Personal”, sagt Steve Baker.

Kürzlich reiste er zusammen mit einer Gruppe gleichgesinnter Kollegen und Vertretern von JENSEN und Inwatec durch Deutschland, Belgien, Norwegen und Dänemark, um zu sehen, wie die neuesten Maschinen in anderen Wäschereien eingesetzt werden. Steve Baker ist zuversichtlich, dass es auch in seinem Geschäft Potential für Verbesserungen gibt.

“Für uns ist die Reise von Neuseeland nach Europa ein Blick in die Zukunft und hilft uns, unsere Geschäftsentscheidungen mit bestimmtheit zu treffen. Es könnte leicht passieren, dass wir nicht über den Tellerrand unserer Insel hinausschauen, um unsere Geschäftsmöglichkeiten zu maximieren, wenn wir zu Hause im Südpazifik blieben und nichts von den besten Wäschereien der Welt lernen würden”, erzählt Steve Baker.

Neue Maschinen eröffnen neue Möglichkeiten

“Seit einigen Jahren verfolge ich die Entwicklung der neuen Technologie mit Röntgenscannern, Robotern und automatischer Sortierung bei Inwatec. In der perfekten Welt würden wir sofort in eine vollautomatische Produktionslinie investieren, aber wir müssen noch einige Kalkulationen machen und die Kosten-Nutzen-Gleichung für unsere Unternehmensgröße messen”, räumt der Geschäftsführer ein.

Apparelmaster Whangarei befindet sich im nördlichsten Teil Neuseelands und bedient das Gebiet auf der Inselspitze von “Cape Reinga” bis zum nördlichen Rand der Stadt Auckland. Den Kunden werden verschiedene Lösungen zur Vermietung von Arbeitskleidung und Linnen angeboten.

Die 80 Mitarbeiter kümmern sich im Mietservice um alles, was das Sortieren, Waschen, Reinigen und Reparieren sowie die Abholung und Auslieferung der Wäsche umfasst. Steve Baker glaubt, dass er die verfügbaren Hände durch den Einsatz neuer Technologien besser nutzen kann: “Unsere Firma ist nicht so groß, da wir 65 Tonnen pro Woche produzieren. Heute arbeiten wir allerdings 10 Stunden am Tag und sieben Tage die Woche. Ein Upgrade in unserer Produktionsstätte würde es uns leichter machen, neue Projekte anzunehmen ohne teure Nachtschichten zu machen”, sagt er.

Physische Aufgaben werden allmählich abgebaut.

Neben der möglichen Effizienzsteigerung ist Steve Baker auch sehr daran interessiert, die Arbeitsbedingungen bei Apparelmaster Whangarei für die Mitarbeiter attraktiver zu gestalten. “Die Vorschriften in Europa sind strenger als in Neuseeland, aber ich denke, dass wir Lösungen finden müssen, wie wir all die schweren manuellen Aufgaben in Zukunft loswerden können. Glücklicherweise bin ich mir sicher, dass die Technologie an einen Punkt kommt, an dem dies möglich sein wird.”

“Wir haben viel körperliche Arbeit in unserer Wäscherei, und es ist hart und ermüdend. Dies ist nicht gefährlich, aber es ermüdet unsere Angstellten, daher sin Automatisierung und Roboter von Nöten, um die Wäscherei zu einem besseren Arbeitsplatz zu machen”, sagt er.

 

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